Siebenbürgen
Siebenbürgen
Siebenbürgen oder Transsilvanien ist ein Gebiet im südlichen Karpatenraum mit einer wechselvollen Geschichte. Heute liegt Siebenbürgen im Zentrum Rumäniens.

Bei der Volkszählung 2002 hatte Siebenbürgen eine Einwohnerzahl von 7.221.733, davon 74,69 Prozent Rumänen, 19,60 Prozent Magyaren, 3,39 Prozent Roma und 0,73 Prozent Deutsche (ca. 60.000).

Nach der Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg wurde Siebenbürgen 1918 dem mit der Triple Entente verbündeten Rumänien zugesprochen. Am 1. Dezember 1918 versammelten sich etwa 100.000 Rumänen in Alba Iulia (Karlsburg) und proklamierten die Vereinigung aller Rumänen aus Siebenbürgen, dem Banat, dem Kreischgebiet und der Maramuresch mit dem rumänischen Altreich, was de facto den Beitritt zu Rumänien bedeutete. Einige dieser Regionen wurden zu über 90 Prozent von Ungarn bewohnt (z. B. Szeklerland, Partium mit Großwardein, die Region Sathmar), andere mehrheitlich von Siebenbürger Sachsen (hier z. B. Hermannstädter Gegend, Weinland um Mediasch, Burzenland, Nösnerland).